April/Mai 2018: Jonathan Sautter

Praktikum vom 10.04.2018 – 25.05.2018

Während meines Praktikums bei artif in Tübingen habe ich mich erstmals näher mit dem Thema Smarthome Technik beschäftigt. Ziel war zunächst die Integration verschiedener intelligenten Geräte in ein zentrales System. Das ermöglicht eine einheitliche Anzeige und Überwachung der zahlreichen Sensordaten und die Steuerung einzelner Geräte. Und zwar bequem am PC oder unterwegs mit der passenden Smartphone App.

Herr Brus hatte sich für die beliebte open-source Lösung openHAB entschieden, mit der ich mich erst einmal etwas vertraut gemacht habe.

Nachdem ich mich etwas in die Materie eingelesen hatte, begann ich mit der Integration verschiedener Geräte.

Nebenbei lernte ich das Projektmanagement-System im Hause und die Arbeit mit Versionsverwaltungssoftware Git kennen.

Weiter ging es damit die Daten der Sensoren in der openHAB Oberfläche zu strukturieren und zu präsentieren. Praktisch ist beispielsweise die Berechnung und Anzeige von Durchschnitts- und Gesamtwerten. Auch grafisch lassen sich Messwerte in Diagrammen abbilden. Dazu bietet openHAB die Möglichkeit die erfassten Daten automatisch in einer mySQL Datenbank zu speichern. Um den Zugriff auf die Smarthome Zentrale auch außerhalb des lokalen Netzes zu ermöglichen habe ich schließlich noch eine Verbindung zu dem openHAB Cloud Dienst eingerichtet.

Ein weiteres interessantes Projekt war die Konfiguration eines sogenannten Magic Mirror.

Dabei handelt es sich um einen Monitor, der üblicherweise hinter einen Spiegel montiert wird und mit Hilfe eines Raspberry Pi die Darstellung verschiedener Informationen im Spiegel erlaubt.

Erklärtes Ziel von Herrn Brus: Ein zum Eye-Catcher umfunktionierter Magic Mirror im Schaufenster der Agentur. Ohne Spiegel, aber mit interessanten Informationen und “magischen” Fähigkeiten 😉

Nachdem ich mich mit der grundsätzlichen Funktionsweise der Magic Mirror Software vertraut gemacht hatte, begann ich mit der

openHAB MobileScreen
openHAB MobileScreen

Erweiterung der Installation um einen Bewegungsmelder. Damit wird der Monitor automatisch eingeschaltet sobald sich jemand dem Schaufenster nähert bzw. abgeschaltet wenn keine Bewegung mehr registriert wird.

Als nächstes machte ich an die Einbindung eines Gesichtserkennungs-Moduls. Damit ist es möglich personenbezogene Informationen im Spiegel anzuzeigen oder, in unserem Schaufenster-Szenario, Fremde zu begrüßen und ein paar interessante Informationen über artif zu präsentieren.

Auch die Messwerte der in openHAB zusammengeführten intelligenten Geräte ließen sich recht schnell in den Magic Mirror integrieren. Zur Uhrzeit, aktuellen Neuigkeiten aus dem RSS Feed der Firma und der Wettervorhersage kamen so noch beispielsweise die vor Ort gemessene Temperatur sowie die aktuelle Energieerzeugung der Photovoltaik auf dem Dach.

Im letzten Drittel meines Praktikums habe ich einige Temperatursensoren an TAE-Stecker gelötet und diese in einem kleinen Versuchsaufbau aus in Reihe geschalteter TAE-Dosen und einem weiteren Raspberry Pi getestet. Die freie Smart-Meter Software Volkszähler liest die Messwerte aus, zeichnet diese wiederum in einer Datenbank auf und präsentiert den Verlauf grafisch in einem Diagramm. Die Abweichungen der einzelnen Sensordaten erwiesen sich in unserem Test als durchaus akzeptabel.

Ein Großteil meiner Arbeit bestand sicherlich in der Fehlersuche. Dabei galt es mich einerseits in Ausdauer und strukturierter Vorgehensweise zu üben und andererseits in der Formulierung gezielter Nachfragen. Herr Brus und das Team standen mir dabei immer gerne zur Verfügung und nahmen sich die Zeit mir die Sachverhalte zu erklären.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Herrn Brus und dem gesamten Team bedanken. Ich habe bei artif ein angenehmes Arbeitsumfeld und freundliche Menschen kennengelernt. Ich durfte interessante Aufgaben bearbeiten und habe dabei einiges gelernt. Die Zeit bei artif war für mich persönlich auf jeden Fall eine wertvolle Erfahrung.

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